Willkommen bei Mobile Pflegeberatung Riedmann
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Häusliche Pflege

 

Auch wenn ein Mensch auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen ist, wird er sich wünschen, seine Eigenständigkeit zu bewahren und in seinem gewohnten Umfeld zu bleiben. In vielen Fällen sind es Familienangehörige - meist Frauen -, die das ermöglichen. Sie übernehmen die pflegerischen Aufgaben und kümmern sich um den Haushalt.

Auf mehrere Schultern verteilen

 

Die Pflege eines Angehörigen, ob Kind oder Elternteil, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die das gesamte Familienleben verändern und zu einer enormen Belastung werden kann. Daher sollte die Verantwortung von Anfang an auf mehrere Schultern verteilt sein: Weitere Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn ebenso wie professionelle Pflegekräfte und ehrenamtliche Helfer können in die häusliche Pflege eingebunden sein. Auch der Hausarzt gehört ins private "Pflegenetzwerk". Nicht zuletzt, um Urlaub oder Krankheit des Pflegenden zu überbrücken, ist eine gut eingespielte Organisation wichtig.

 

Ambulante Pflegedienste

 

Professionelles Know-how, zeitliche Entlastung und eine größere Distanz zum Pflegebedürftigen: wichtige Aspekte, die professionelle Pflegedienste in die häusliche Pflege einbringen können. Wenn Sie ambulante Pflegedienste in Anspruch nehmen, überlegen Sie, wann und bei welchen konkreten Aufgaben die Hilfe für Sie am wichtigsten ist. Benötigen Sie eher Entlastung an den Wochenenden oder unter der Woche? Bei Pflegemaßnahmen, die körperlich nicht alleine zu bewältigen sind, z.B. beim Baden, oder bei medizinisch-pflegerischen Tätigkeiten wie einem Verbandswechsel? Oder möchten Sie die Pflege komplett dem ambulanten Pflegedienst überlassen? Zeitlicher und inhaltlicher Umfang der Leistungen sollten in jedem Fall genau abgesprochen und die Vereinbarungen in einem Pflegevertrag festgehalten werden.

Gegebenenfalls – wenn dies besonders wirtschaftlich oder wirksam ist bzw. dadurch dem ausdrücklichen Wunsch des Pflegebedürftigen entsprochen          wird – kann auch der Einsatz einer geprüften Einzelpflegekraft mit der Pflegekasse  bzw. -versicherung vereinbart werden.

Mobile Soziale Hilfsdienste

 

Mit Angeboten wie Mahlzeitenservice („Essen auf Rädern“), Haushaltshilfen, Einkaufsservice, Besuchs- und Begleitdiensten, Fahrdiensten oder dem Hausnotruf leisten Mobile Soziale Hilfsdienste bei Alltagsaufgaben jenseits der Pflege wertvolle Hilfe. Vermittelt und angeboten werden sie von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Sozialstationen, Pflegediensten, privaten Unternehmen oder ehrenamtlichen Helfern.

 

Alleinstehende Pflegebedürftige

 

Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Hilfs- und pflegebedürftige Menschen Angehörige vor Ort haben. Auch in diesem Fall lässt sich unter Umständen mit ambulanten Pflegediensten und Mobilen Sozialen Hilfsdiensten ein Leben in der eigenen Wohnung organisieren. So ist zum Beispiel der Pflegedienst morgens und abends bei der Körperpflege und beim Ankleiden behilflich. Ein Einkaufsservice macht die nötigen Besorgungen und ein Service wie "Essen auf Rädern" bringt warme Mahlzeiten vorbei. Ein Hausnotrufsystem stellt per Knopfdruck eine Funkverbindung zur Zentrale eines Pflegedienstes her – so ist beispielsweise im Falle eines Sturzes schnell Hilfe zur Stelle.

 

Fast wie zuhause

 

Wenn die Versorgung in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist, kann der Umzug in eine Senioren-WG eine gute Alternative sein. In einem gemeinsamen Haushalt unterstützen sich die Bewohner gegenseitig oder organisieren gemeinsam Hilfe im Haushalt. In betreuten Wohngemeinschaften kümmern sich darüber hinaus Pflegekräfte und Sozialpädagogen um Pflege, Haushaltsführung und soziale Aktivitäten.

Im Überblick: Finanzierung

 

Sobald der häuslich Gepflegte eine Pflegestufe zugesprochen bekommt, hat er Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Diese zahlt Pflegegeld, wenn Angehörige oder andere private Pflegepersonen die Pflege übernehmen, oder Sachleistungen, wenn professionelle Pflegedienste zum Einsatz kommen. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Darüber hinaus können Bedarfsleistungen beantragt werden. Dazu gehören etwa Zuschüsse für Wohnungsumbauten oder die sogenannte Verhinderungspflege, das ist die bezahlte Urlaubsvertretung des pflegenden Angehörigen von bis zu vier Wochen im Jahr. Reichen die Leistungen der Pflegeversicherung und private Einkünfte wie die Rente nicht aus, kann das Sozialamt einspringen.

Gut zu wissen: Hinweise für pflegende Angehörige

 

Um die neuen Aufgaben die sich mit der Pflege stellen, zu meistern, sollten sich pflegende Angehörige beraten und schulen lassen. Verschiedene Institutionen, Vereine und Pflegedienste bieten kostenlose Kurse an, in denen die Angehörigen Grundlagen der Pflege erlernen, aber auch wertvolle Hintergrundinformationen erhalten. Nicht zuletzt geben Pflegekurse die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen.

Arbeitnehmer können eine Pflegezeit von bis zu sechs Monaten in Anspruch nehmen, um nahe Angehörige in häuslicher Umgebung zu pflegen. Die Pflegebedürftigkeit des Angehörigen muss durch eine Bescheinigung der Pflegekasse bzw. -versicherung oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) belegt werden. Die Verpflichtung, ihre Mitarbeiter für die Pflegezeit – ohne Gehaltsfortzahlung - freizustellen, besteht allerdings nur bei Unternehmen ab 16 Beschäftigten.

 

Stationäre Pflege

Vollstationäre Unterbringung

 

Kann der Pflegebedürftige nicht in der eigenen Wohnung oder bei Angehörigen bleiben, ist meist der Umzug in ein Heim erforderlich. Dort stehen rund um die Uhr professionelle Pflegekräfte für die Betreuung zur Verfügung.

Während man früher zwischen Altenwohnheimen, Altenheimen und Pflegeheimen unterschied, ist heute eine Mischungen der drei Formen unter einem Dach üblich:

  • Wohneinheiten mit Küche, in denen sich die Bewohner eigenständig versorgen, aber auch die Gesellschaft der anderen Bewohner in Gemeinschaftseinrichtungen suchen können
  • Wohnungen, in denen die Bewohner Unterstützung im Haushalt und wenn nötig pflegerische Leistungen erhalten
  • Einzel- oder Doppelzimmer, in denen die Bewohner über die hauswirtschaftliche Versorgung hinaus vor allem medizinisch, pflegerisch und sozial betreut werden

Wo der Betroffene am besten untergebracht ist, hängt vom individuellen Hilfs- und Pflegebedarf ab. Verschlechtert sich sein Zustand, kann er innerhalb der Einrichtung umziehen.

Wichtig ist es, das Heim sorgfältig auszuwählen. Sehen Sie sich die Einrichtungen, die in Frage kommen, auf alle Fälle genau an. Um einen besseren Überblick und Vergleichbarkeit zu gewährleisten, vergibt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mittlerweile sogenannte Pflegenoten für stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, die auf einer gutachterlichen Prüfung basieren. Die tatsächliche Aussagekraft der Pflegenoten ist allerdings nicht unumstritten.

 

Betreutes Wohnen als Alternative

 

Nicht immer muss es das "klassische" Pflegeheim sein: Zunehmend finden betreute Wohngemeinschaften Verbreitung, wo pflegebedürftige Menschen in familiärer Atmosphäre zusammenleben. Pflege, Haushaltsführung und soziale Betreuung übernehmen Pflegekräfte und Sozialpädagogen je nach Bedarf. Insbesondere für Demenzkranke, die viel Beaufsichtigung und Anleitung, aber weniger medizinisch-pflegerische Versorgung benötigen, bieten sich solche Wohngemeinschaften an.

 

Teilstationäre Pflege

 

Werden Pflegebedürftige nur nachts oder nur tagsüber in einer Pflegeeinrichtung versorgt, spricht man von teilstationärer Pflege. Dies kann eine Lösung sein, wenn die Angehörigen berufstätig sind, aber auch, wenn die psychische und körperliche Belastung durch eine Pflege einfach zu groß wird. Für die gepflegte Person wird so der vollstationäre Aufenthalt in einem Pflegeheim vermieden, das häusliche Umfeld bleibt länger erhalten.

 

Tagespflege

 

Bei der Tagespflege verbringen die Pflegebedürftigen tagsüber bis zu acht Stunden in der Einrichtung, wo ihnen neben der pflegerischen Versorgung auch Freizeit- und Therapieangebote zur Verfügung stehen. Ein Fahrdienst erledigt den Transfer zwischen Wohnung und Pflegeeinrichtung.

 

Nachtpflege

 

In der Nachtpflege erfolgt die Betreuung vom Abend bis zum nächsten Morgen. Dieses Angebot ist vor allem wichtig für Menschen, die nachts sehr unruhig sind oder medizinisch versorgt werden müssen.

 

Kurzzeitpflege

 

Bei der Kurzzeitpflege wird der Pflegebedürftige für maximal vier Wochen im Jahr in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung aufgenommen.

Häufig benötigt man die Kurzzeitpflege sehr kurzfristig. Zum Beispiel, wenn sich bei einem Krankenhausaufenthalt herausstellt, dass der Betroffene nach der Entlassung pflegebedürftig sein wird und eine dauerhafte Lösung erst organisiert werden muss, oder wenn der pflegende Angehörige wegen Krankheit oder anderer Krisensituationen die Pflege nicht übernehmen kann.


Im Überblick: Finanzierung

 

Die Unterbringung im Pflegeheim ist nicht billig: Der Platz in einer vollstationären Einrichtung kostet im Schnitt zwischen 1.500 und 3.500 Euro monatlich. Für die volle Kostendeckung reicht die Leistung der Pflegeversicherung, selbst in Stufe III, in der Regel nicht aus. Im nächsten Schritt werden zur Finanzierung die Einkünfte des Pflegebedürftigen herangezogen, also meist die Rente. Genügt das nicht, kann das Sozialamt eingeschaltet werden. Besser abgesichert ist, wer durch eine private Pflegezusatzversicherung vorgesorgt hat.

 

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