Willkommen bei Mobile Pflegeberatung Riedmann
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Die Begutachtung

 

Nachdem Sie den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, beauftragt die Pflegekasse bzw. -versicherung den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung Ihres Falles.


Als Gutachter sind Ärzte und geschulte Pflegefachkräfte bestellt, die sich ein umfassendes Bild von der Pflegesituation machen sollen. Dazu kommt der Gutachter – nach vorheriger Terminabsprache - entweder zu Ihnen nach Hause oder er besucht Sie im Pflegeheim

 

Wichtig :

 

  • Achten Sie darauf, dass die Pflegeperson beim Besuch des MDK anwesend ist.

  • Beschönigen Sie beim Besuch des MDK nichts. Viele Menschen versuchen, in dieser "Prüfungssituation" ihre Hilfsbedürftigkeit zu überspielen. Der Gutachter sollte jedoch einen möglichst realistischen Eindruck von der Lage bekommen.

  • Bereiten Sie sich auf den Besuch des MDK gut vor. Am besten, führen Sie ein Pflegetagebuch, in dem Sie bzw. Ihre Pflegeperson dokumentiert, wie oft und bei welchen Tätigkeiten Sie Hilfe benötigen.

    So funktioniert die neue Begutachtung

Statt "Hilfebedarfen in Minuten" wird künftig gefragt: Was kann der pflegebedürftige Mensch selbst bewerkstelligen und wobei braucht er personelle Hilfe und Unterstützung im Alltag? Um dies festzustellen wurde ein Fragebogen - das sogenannte "Neue Begutachtungsassessment (NBA) - entwickelt. Die Gutachter erheben damit den Grad der Selbstständigkeit in bestimmten Bereichen und ermitteln unter Anwendung eines gesetzlich vorgegebenen Punkte- und Gewichtungssystems den Pflegegrad.

 

Welche Bereiche werden zukünftig begutachtet?

 

Wie wird der Pflegegrad bestimmt?

 

Die Gutachter nehmen auf, wie selbstständig die Person in den sechs verschiedenen Bereichen ist und inwieweit sie abhängig ist von der Unterstützung anderer. Die Ergebnisse der einzelnen Bereiche werden dann gemäß den gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich gewichtet. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung. Auf dieser Basis erfolgt die Zuordnung zu einem der fünf Pflegegrade.

 

1.      Mobilität:

 

Hier geht es um Ihre Beweglichkeit. Wie selbstständig können Sie aus dem Bett bzw. von einem Stuhl aufstehen, Treppen steigen oder sich in Ihrer Wohnung bewegen?

 

2.      Kognitive und kommunikative Fähigkeiten:

 

Dieses Modul berücksichtigt die Bereiche Verstehen und Reden. Wie gut können Sie sich orientieren, Dinge merken oder Risiken und Gefahren erkennen?

 

3.      Verhaltensweisen und psychische Problemlagen:

 

Der MDK-Gutachter macht sich ein Bild davon, inwieweit Sie Ihr Verhalten und Handeln aktiv steuern können. Er fragt danach, ob Sie nachts häufig unruhig sind, sich anderen gegenüber aggressiv verhalten oder sich selbst Schaden zufügen.

 

4.      Selbstversorgung:

 

Bei der Selbstversorgung geht es um wichtige Handlungen im Alltag. Wie selbstständig können Sie sich waschen, essen und anziehen?

 

5.      Umgang mit krankheits-/ therapiebedingten Anforderungen:

 

Der Gutachter möchte wissen, wie selbstständig Sie die Krankheit und die damit einhergehende Therapie bewältigen können und ob Sie dabei aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen Unterstützung benötigen. Können Sie Ihre Medikamente selbstständig einnehmen? Brauchen Sie Hilfe beim Verbandswechsel oder der Blutzuckermessung?

 

6.      Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte:

 

In Bezug auf die Gestaltung Ihres Alltaglebens geht es darum, wie selbstständig Sie Ihren Tagesablauf gestalten können und ob Sie dabei aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen Unterstützung benötigen. Können Sie für sich geeignete Beschäftigungen auswählen und auch praktisch durchführen? Können Sie über den Tag hinaus planen und soziale Kontakte aufrechterhalten?

 

Darüber hinaus betrachtet der MDK

außerhäusliche Aktivitäten wie z. B.

 

Selbstständiges Verlassen der Wohnung oder des Wohnbereichsselbstständiges Fortbewegen außerhalb der Wohnung oder Einrichtung Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln Einkaufen für den täglichen Bedarf Zubereiten einfacher MahlzeitenAufräum- und Reinigungsarbeiten Pflegegrad entscheidet. Die Angaben in den Bereichen sieben und acht können jedoch für einen Beratungsbedarf relevant sein.

 

 

Reha vor Pflege

 

Über die Feststellung des reinen Hilfsbedarfs hinaus prüft der MDK, welche Möglichkeiten es zusätzlich gibt, um die körperlichen, geistigen und psychischen Fähigkeiten des Pflegebedürftigen und damit seine Selbständigkeit zu erhalten oder zu stärken. Dabei gilt stets: Reha vor Pflege. Deshalb erfolgt durch die Mitarbeiter des MDK  bei jeder Pflegebegutachtung eine systematische Einschätzung des Bedarfs an Prävention und medizinischer Rehabilitation.

 

Wie läuft der Besuch ab?

 

Der Besuch des Gutachters dauert etwa eine Stunde. Im Gespräch versucht der Arzt oder die Pflegekraft zu klären, in welchem Umfang Sie auf Hilfe angewiesen sind und durch welche Maßnahmen Ihre Situation verbessert werden kann.

Die Überprüfung folgt einheitlichen Richtlinien und wird anhand eines umfangreichen Fragenkatalogs durchgeführt. Der Gutachter wird auch danach fragen, wie Sie den zeitlichen Pflegeaufwand selbst abschätzen, um dies mit seinen Eindrücken abzugleichen. Es ist daher sehr hilfreich, im Vorfeld des Besuchs den Aufwand für Pflege und Versorgung über eine längere Zeit zu dokumentieren, zum Beispiel in einem Pflegetagebuch.

Ein weiteres Thema sind Hilfsmittel: Der Gutachter erkundigt sich, ob Sie bereits Hilfsmittel wie z.B. einen Gehwagen nutzen, und berät Sie, wie Sie Ihren Alltag durch geeignete Pflegehilfsmittel leichter bewältigen können.

Eine Untersuchung Ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten steht ebenfalls auf dem Programm. Der Gutachter fordert Sie zum Beispiel auf, aufzustehen und durch die Wohnung zu gehen, oder er wird sehen wollen, ob Ihre Beweglichkeit ausreicht, um sich selbst die Schuhe anzuziehen. Fragen wie etwa die nach dem gestrigen Tagesablauf testen die Orientierungs- und Merkfähigkeit.

Wie viel müssen Sie dem MDK sagen? Sie sind grundsätzlich zur Mitwirkung verpflichtet, müssen also alle Angaben machen, die der Beurteilung der Pflegesituation dienen - andernfalls kann die Pflegekasse Leistungen verweigern. Umgekehrt darf der Gutachter aber nur Fragen stellen, die diesem Zweck dienen.

Sehen Sie den Besuch des MDK nicht (nur) als Situation, in der Sie "begutachtet" werden, sondern nutzen Sie die Gelegenheit zum Beratungsgespräch. Der Gutachter kann und soll wertvolle Vorschläge zur Organisation der häuslichen Pflege machen, wie Pflegedienste sinnvoll eingebunden werden können oder welche Umbauten der Wohnung angebracht sind.

 

Sie möchten eine Beratung oder benötigen Hilfe?

Wir sind für sie da!

Mobil: 0151 110 23 530
Telefax: 06401 210 245

oder nutzen Sie unser  Kontaktformular.

 

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