Willkommen bei Mobile Pflegeberatung Riedmann
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Zusätzliche Leistungen

 

Betreuungsleistungen

 

Menschen, die aufgrund von "erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz" einen erhöhten Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf in der häuslichen Pflege haben, können einen zusätzlichen Betreuungsbetrag in Anspruch nehmen.
Zum Beispiel Demenzkranke. Der Betreuungsbetrag ist unabhängig von der Zuordnung zu einer der 5 Pflegegrade.

Antrag auf zusätzliche Betreuungsleistungen stellen – So geht‘s

 

Auch für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen der Pflegekasse ist ein wenig Mühe nötig. Ohne einen Antrag geht es nicht. Den muss – wie bei allen Anträgen – der Pflegebedürftige selbst stellen. Um ihre Ansprüche bei der Pflegekasse geltend machen zu  können. Wichtig ist, dass Sie dem Antrag einen Nachweis über die jeweilige Pflegestufe beifügen.

 

Was sind zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen?

 

Sowohl die Begleitung zum Hausarzt als auch das gemeinsame Backen mit einem Alltagsbegleiter – Pflegebedürftige können sich mit den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen Unterstützung und Unterhaltung ganz unterschiedlicher Art holen.

Die folgende Übersicht ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den Möglichkeiten, die Versicherten mit den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI zur Verfügung stehen.

 

Für diese Angebote können Versicherte die zusätzlichen Entlastungsleistungen nutzen:

 

- Einzelbetreuung durch anerkannte Helfer

- Mobilisation unter Begleitung

- Besuchsdienste

- Sinnvolle Beschäftigung (Lesen, Gesellschaftsspiele, Kochen oder Backen)

- Familienentlastende Angebote

- Angebote der Beschäftigung & Aktivierung

- Spezielle Angebote zur Beschäftigung von DemenzkrankenLeistungen der

  Tages- oder Nachtpflege

- Leistungen der Kurzzeitpflege (etwa für Kost & Logis)

- Verhinderungspflege

- Haushaltsnahe Dienstleistungen bei ambulant versorgten Pflegebedürftigen

  (Reinigung, Verpflegung, Einkäufe, Fahrdienste, Botengänge)

- Inanspruchnahme von Alltagsbegleitern (z.B. Begleitung bei Arztbesuchen,

  gemeinsamer Besuch auf dem Friedhof)

- Inanspruchnahme von Pflegebegleitern (sie unterstützen pflegende Angehörige

  bei der Betreuung).

- Betreuungsgruppen für demenziell Erkrankte

- Tagesbetreuung in Kleingruppen

 

Was sind „niedrigschwellige“ Betreuungsleistungen?

 

Wenn es um zusätzliche Betreuungsleistungen geht, fällt oft der Begriff „niedrigschwellig“. Dieser Begriff ist recht lautmalerisch, verspricht er doch, dass Sie keine großen Mühen aufwenden müssen, um etwa Zugang zu einer zusätzlichen Entlastungsleistung zu haben.

Genau so will die Pflegeversicherung (§ 45c SGB XI) den Begriff auch verstanden wissen. Sie geht davon aus, dass es für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen einfacher ist, wenn sie (stundenweise) Hilfe in ihrer eigenen Häuslichkeit erhalten – und nicht in einem Pflegeheim oder einer anderen „offiziellen“ Einrichtung. Deshalb finden die meisten niedrigschwelligen Betreuungsleistungen auch beim Pflegebedürftigen zu Hause statt:

 

- Betreuung von Menschen mit Demenz

- Hilfe im Haushalt

- Hilfe bei der Organisation des Alltags

 

Zudem kommen bei diesen zusätzlichen Betreuungsleistungen oft geschulte Ehrenamtliche (§ 45d SGB XI) zum Einsatz, mit denen Sie keine Verträge schließen müssen, sondern einfach Absprachen treffen können, wie zum Beispiel mit einer Betreuungskraft aus Osteuropa. Dieses unkomplizierte Verfahren soll Ihnen bzw. dem Pflegebedürftigen die Inanspruchnahme der niedrigschwelligen Dienste erleichtern.

 

Sonderform: Die 24-Stunden-Betreuung

 

Für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Pflegebedürftigen kommen immer mehr Betreuungskräfte, zumeist aus osteuropäischen Ländern, nach Deutschland. Daher hat sich der Begriff „Polnische Pflegekräfte“ etabliert, obwohl die wenigsten wirklich ausgebildete Pflegekräfte sind und daher auch keine professionellen pflegerischen Tätigkeiten ausführen können. Vielen Familien geht es vielmehr darum, dass ihre Angehörigen Gesellschaft haben, Unterstützung im Haushalt bekommen und im Notfall jemand vor Ort ist. Die ausländischen Betreuungskräfte leben meist im Haushalt der Senioren und unterstützen sie bei täglichen Bedürfnissen wie der Grundpflege oder bei der Haushaltsführung.

 

Sie können das monatliche Budget für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen sogar noch aufstocken. Das ist möglich, wenn Sie oder Ihr pflegebedürftiger Angehöriger einen Anspruch auf Pflegesachleistungen haben (also auf die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes), diesen aber nicht voll ausschöpfen. Dann können Sie bzw. Ihr pflegebedürftiger Angehöriger bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistung für zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen.

 

§ 87 b SGB XI: Qualifizierte Betreuungskräfte

 

Nicht nur für Pflegebedürftige, die zu Hause leben, gibt es zusätzliche Betreuungsleistungen. Leben Sie oder Ihr pflegebedürftiger Angehöriger in einem Pflegeheim oder besuchen Sie eine Einrichtung der Tagespflege, haben Sie ebenfalls einen Anspruch auf diese Leistungen. Weil es aber den Pflegekräften in vielen Einrichtungen schon allein zeitlich schwerfällt, diesen Anspruch einzulösen, kommen seit einigen Jahren zusätzliche Betreuungskräfte zum Einsatz. § 87b SGB XI macht es möglich und mit dem Pflegestärkungsgesetz I wurde der Einsatz dieser zusätzlichen Betreuungskräfte weiter gestärkt: Pflegeheime und Einrichtungen der Tagespflege können – auf Kosten der Pflegeversicherung – zusätzliche Betreuungskräfte einstellen. Für je 20 Gäste bzw. Bewohner wird eine zusätzliche Betreuungskraft bezahlt.

Eine zusätzliche Betreuungsleistung ist mehr als eine einfache Unterhaltung oder eine fröhliche Rate-Runde. Die Betreuung soll qualifiziert, also individuell sein, die persönliche Biografie des Pflegebedürftigen berücksichtigen und wirklich von Nutzen für ihn sein. Eine Betreuungskraft nach § 87b SGB XI ist deshalb nicht einfach ein engagierter Amateur. Sie muss eine fachspezifische Ausbildung vorweisen, sollte besonders für eine Betreuungstätigkeit geeignet sein und besucht (verpflichtend) jährliche Fortbildungen zum Thema „Betreuung“. All das regeln die „Richtlinien zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeeinrichtungen“ („Betreuungskräfte-RL“).

 

Kurzzeitpflege

 

Für Übergangszeiten nach einem Krankenhausaufenthalt, bei Urlaub des pflegenden Angehörigen oder in sonstigen Krisensituationen bewilligt die Pflegekasse jährlich bis zu vier Wochen Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung, wenn die häusliche Pflege vorübergehend nicht geleistet werden kann.

Ersatzpflege (Verhinderungspflege / Urlaubspflege)

 

Ist die Pflegeperson wegen Krankheit, Erholungsurlaub oder aus sonstigen Gründen an der häuslichen Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzkraft. Die so genannte Verhinderungspflege wird für maximal vier Wochen pro Jahr gewährt. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen bereits für mindestens sechs Monate im häuslichen Bereich gepflegt hat.

 

 Pflegehilfsmittel

 

Die Pflegekasse bzw. -versicherung stellen Pflegehilfsmittel und technische Hilfsmittel zur Verfügung, wenn dies die häusliche Pflege erleichtert, Beschwerden lindert oder eine selbstständige Lebensführung unterstützt. Diese Hilfsmittel können unabhängig von dem Pflegegrad beantragt werden, allerdings muss mindestens Pflegegrad1 bestehen.
Zu den Pflegehilfsmitteln zählen Verbrauchsprodukte wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Inkontinenzeinlagen und weitere Hygieneartikel, die direkt beim Sanitätshaus oder bei der Apotheke bezogen werden. Unter technischen Hilfsmitteln versteht man beispielsweise Pflegebetten, Lagerungskissen, Gehwagen oder Rollstühle. Größere technische Hilfsmittel überlässt die Pflegekasse bzw. -versicherung in der Regel leihweise.
Welche Pflegehilfsmittel von den Kassen übernommen werden, ist im sogenannten Pflegehilfsmittelverzeichnis gelistet. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder dem Pflegedienst beraten, welche Hilfsmittel in Ihrem Fall sinnvoll eingesetzt werden können.

Empfehlung: Setzen Sie sich zunächst immer mit Ihrer Pflegekasse bzw. -versicherung in Verbindung, um die Kostenübernahme abzustimmen.

 

Zuschüsse / Zuzahlungen für Hilfsmittel

Bei den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln übernimmt die Pflegekasse bzw. -versicherung bis zu 40 Euro pro Monat.
Bei technischen Hilfsmitteln ist eine Zuzahlung von 10 %, höchstens jedoch 25 Euro zu leisten. Wenn die Hilfsmittel von der Pflegekasse bzw. -versicherung geliehen werden, entfällt die Zuzahlung.

Wohnungsumbauten

 

Die meisten Wohnungen sind nicht auf die besonderen Anforderungen einer Pflegesituation ausgelegt. Daher werden Umbaumaßnahmen wie Türverbreiterungen, behindertengerechte Ausstattung des Bades, der Einbau eines Treppenlifts oder von Rollstuhlrampen, die die Pflege im persönlichen Wohnumfeld erleichtern, von der Pflegekasse bzw. -versicherung bezuschusst.

Pflegekurse

 

Die Pflegekassen bzw. -versicherungen sind verpflichtet, für pflegende Angehörige oder andere ehrenamtlich Pflegende kostenlose Schulungen anzubieten. Pflegekurse bieten konkrete Anleitung für die häusliche Pflege, aber auch Hintergrundinformationen und Beratung. Die Kursteilnahme steht allen Pflegenden offen, auch wenn die gepflegte Person keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält.

 

Sie möchten eine Beratung oder benötigen Hilfe?

Wir sind für sie da!

Mobil: 0151 110 23 530
Telefax: 06401 210 245

oder nutzen Sie unser  Kontaktformular.

 

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